"Birtek kişiye yapılan bir haksızlık, bütün topluma yapılan bir tehdittir." Montesquieu
"Bir zencinin rengini degistirmenin tek yolu, beyaz adamlara beyaz yurekler vermektir." PANIN
"Bir yargıç, iyi niyetle dinlemeli, akıllıca karşılık vermeli, sağlıklı düşünmeli, tarafsızca karar vermelidir." Sokrates
"Bir yanı dinlemeden karar veren, doğru karar vermiş olsa bile adaletsizlik etmiş sayılır." Anonim
"Bir ülkenin türkülerini yapanlar kanunlarını yapanlardan daha değerlidir." Tales
"Bir toplumda suç varsa, orada adalet yoktur." Eflatun (M.Ö.427-347)
"Bir şey her şey için, her şey bir şey için vardır." GOETHE
"Bir rejim, halkın adalete inanmaz bir hale geldiği noktaya gelince o rejim mahkum olmuştur." Montesquieu
"Binlerce kilometrelik bir yolculuk bile, tek bir adımla başlamak zorundadır." Lao-Tzu)
Zanan seni değil, sen zamanı kullan. e.yıldırım
"kaldır at çöpe, bayatlamış hatanı akıllı ol koru şu gencecik sevdanı ballı olsun ki aşkın, tatlı kılasın akıp giden zamanı" Erol Yıldırım
Kaçan Zamana ağlayacağına, kaçırmadıklarınla övün... E.Y
Zamanla Lades tutum Gökyüzüne ellerim açıktı Aklımdaydı,ama hile yaptı "Aşkı" avucuma attı... Erol Yıldırım
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Meine Heimat

 

Meine Sehnsucht ist der Quelle

eines ausgetrockneten Brunnens gleich

meine Heimat in der Sonnenwärme.

 

Meine Berge

in denen Tragante nicht wachsen

und Rebhühner nicht singen.

 

Wofür zu leiden war ich

bereit, lieber sterben zu wollen

als ein Geheimnis zu verraten.

 

Seine Kraniche setzen sich nicht

ziehen sich nicht mehr fort

die Rillen ausgetrocknet

das schwarze Schaf füllt sich

                  nicht mehr mit Milch.

 

Meine Sehnsucht ist der Quelle

eines ausgetrockneten Brunnens gleich

verdammt diese meine Tränen

ich weine in Fluten

und wo bleiben seine Wasserfälle

 

Wieviel Geduldstein ging verloren

für den Gram meiner  Sehnsucht.

 

Ist das dein Leben so?

So, ohne Aufstand und so taub...

 

                                                                                       

Erol Yıldırım

 

Aus " Barışı Kucaklasak / den Frieden Umarmen "

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehensucht nach der Heimat

 

 

kanns du verstehen

der Menschen Sehensuht nach dem Meer

                    die Möwen fliegen nicht mehr

in deiner Welt

mit Flügeln schlagend

 

in die Leere des Herzen

öffnet sich nun kein Fenster mehr

 

an die Winde hängend

bewegt sich dein Hoffnungsschiff

nicht mehr zu einem anderen Ufer

 

ob du willst oder nicht

zerschlägt ein blaues Fenster

deine Träume jede Nacht..

 

 

                                                                                       

Erol Yıldırım

 

 

Aus " den Frieden Umarmen"

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meiner Geliebten schönen Augen

 

Wie ein bilitzblaues Meer

Hielt ich

vor deinen Augen

 

 

zu keinem Ufer mehr

werde ich die Segel setzen

außer zu deinem Ozean

 

zu meiner Freiheit

zu meiner Kampfgefährtin

meiner Hoffnung machte ich dich

fiel in deinen bilitzblauen Strudel

nicht nur einmal

tausend und einmal

 

deine Stille macht mir Angst

sprich, schweige nicht

wenn du doch nicht willst

wirf mich in ein anderes Land

 

Fremd bin ich

Glaub mich

diesem Blauen

den Schönheiten

die dem Himmel gleichen

 

ich fiel nun einmal

in deinen bilitzbuleuen Strudel

nicht nur einmal

tausend und einmal

 

Erol Yıldırım

 

Aus " den Frieden Umarmen "

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Neuem Verliebt

 

 

sich verlieben

in den Mond, in die Sonne

steigern

die Liebe, wie es nur geht

                    erleben nämlich, wie im Traum

wie ein Fünfzehnjähriger

die Liebe von neuem

 

nicht nur an den Lippen spüren

sondern in volen Zügen genissen

 

 

schlagen muß das Herz

wie das einer Taube

beim aufgeregten schönen Menschen

 

die Welt bricht doch

nicht zusammen

verbringt man einige Stunden

mit einer reizenden Schönen

 

 

 

 

                     Erol Yıldırım

 

aus " den Frieden Umarmen "

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haltet die Welt an

 

 

die Raspel in der Hand

das Leben ist streng

 

unsere Hoffnung

in der Fremde

wie die Blumen

werden Blätter

verlieren

 

die Zeit raspelt

die Lebenstage

ach

wie traurig

ach

 

sie geht verloren

sie hat verloren

meine Blume

meine Geliebte

 

haltet die Welt an

einer will

aussteigen...

 

 

                                                                                       

Erol Yıldırım

 

aus " den Frieden Umarmen "

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Feind zum Trotz

 

 

schau Kenan

mein Freund

neue gute Nachrichten

trafen ein

aus unserer Gegend

strahlend überall

 

farbenfroh die Blumen

voller Begeisterung sind

die Käfer und die Vögel

 

wozu denn dann noch Besorgnis

unsere Welt ist Schwanger

vov schöne Tage

 

leg die Flasche Raki

in eine Ecke im Eisschrank

Schafskäse

und eine Honigmelone dazu

vergiß ja nicht

auf “Aşıklar Tepesi” am Bosporus

werden wir uns einen Rausch antrinken

bis wir sternhagelvoll sind

dem Feind zum Trotz

 

 

 

                     Erol Yıldırım

 

aus  " den Frieden Umarmen "

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Folterer

 

Eine unglückliche Nacht:

Der Himmel leuchtet immer wieder auf,

sehr bald kommt draußen der Regen..

 

Bevor er die letzte Zigarette anzündet,

muß er die letzten Zeilen schreiben

ohne die ihn Umstechenden anzusehen.

 

Bald werden die Folterer ihn wieder

wer weiß in welche Hölle

dieser Erde bringen.

 

Der Schlaf ist eine Wiege

in Noahs Arche.

 

Draußen regnet es jetzt

anders als zuvor.

Drinnen ist er

müde, sein Schreiben nicht mehr flink.

 

Lauter werden die Fußschritte,

er kämmt seine Haare im Lampenlicht

vor dem Spiegel.

Bevor sie ihn holen

trocknet er seine Tränen,

 

denkt zehn Jahre zürück.

Die Handschellen waren ihm näher als

die Hände seiner Geliebten!

Mehr als die Haare seiner Frau

haben seine Lippen die Gefängnistüren

berührt.

 

 

Er wirft sich seinen Schal um den Hals

schnürt seine Jacke zu.

Bevor es an der Tür klopft,

bevor die Waffen zu hören sind

muß er sein Gedicht

im Namen des Friedens

beenden

und dann sein Leben verlieren.

 

Erol Yildirim

aus " den Frieden Umerman "

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                    Der Ruf aus dem Dorf

 

Hey, Du…!

Mädchen aus Istanbul,

aus der Ferne

aus dem Dorfe

wo gelbe Ährän

violette Berggipfel

Regenbögen

sich lieben.

Wo Menschen Ihre Erde vergöttern

ruf ich Dich,

 

Ich bin ein Dörfler

mit meinem Dorfe verwachsen

Die Sonne hat unser Fell verbrannt

die Unwissenheit

hat uns ein Amulett um den Hals gelegt

Meine Hände sind rissig

Deine blonden Haare

kann ich nicht  berühren

um sie nicht mit Blut

zu beflecken

 

Die Wunde meines Herzens

hat meine Augen stumm werden lassen

Verliebt

kann ich nicht

in deine Augen sehen

sonst wird auch deine Welt dunkel

 

Ich habe das Blut eines Hirten

der seine Herde hütet

Wie der Hirte die Herde auf die Weide läßt

so habe ich meine Liebe

auf das Feld gesät

 

Komm im Frühjahr

laß uns die Früchte der saat

gemeinsam ernten

                                                                                                  

Erol Yıldırım    

aus " Tagebuch von Eylem "

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 SCHLUSS

 

Der schwarze Zug

 

Schwarzer

        Zug

              wie

                 schwarze

                           Nachrichten

Du hast mein Herz durchbohrt

Schwarzer

        Zug

            deine schwarzen

                                  Volken

                    nimm,

nimm, bring sie

in die Ferne

 

Mit den schwarzen Erinnerungen

den schwarz geschriebenen Schicksalen

den schwarzen Tagen

und dennen, die Verantwortung

für das schwarze Schicksal tragen

ist jetzt Schuluß!

 

Ich werde dir nicht folgen

Ich werde mich nicht dorthin sehnen

                                        wo du gehst

Schleppe meine Seele nicht mit dir

 

Schwarzer Zug

wie eine schwarze Schlange

hast du mein Herz durchbohrt

hast mein Leben mitgenommen

Wen habe ich noch in der Fremde?

Nimm!

Nimm deine schwarze Wagenkolonne

                Ziehe davon!

 

Hey Freund!

Mit den schwarze Tagen

ist für mich jetzt Schuluß!

 

Erol Yıldırım

aus " Tagebuch von Eylem"                            

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehnsucht

 

Einsam bin ich an den Meersküsten

Du bist nun in der Ferne

Mein Herz ist angefühllt mit Kummer

In mir bist allein nur du

 

Machmal wie eine Seemöwe

die auf dem Wasser dahintreibt…

Als ob unsere Erinnerungen

in der Meeresbrandung aufschäumen…

 

Einen Augenblick klopft mein Herz

den Wellen erregt hinterher

Machmal schreit Hoffnung

aus der inneren Dunkelheit

 

Erol Yıldırım

 

 aus " Tagebuch von Eylem"                       

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                   Vierundzwanzig Schiffe

 

 

Einzeln

         einzeln

denke ich

eins

      nach dem anderen

über meine

lange Zeit zürückliegenden

Jugendjahre…

 

Eine Träne

               in meinen Augen

In meinem Schicksal

war auch die Trennung

von dir beschlossen

                             wie traurig…!

 

Jetzt sind die Möwen auf dem Meer

weiß, wie Schnee

Auch meine Haare sind ergraut

                                    weiß… weiß

                                              was macht's!

Mein einziger Freund

ist nun ein halbvolles Glas Wein

Nach - einander

nebeneinander

                      eins nach dem

                                          anderen

aneinander gereihte Schiffe…

 

Erol Yıldırım

 

aus " Tagebuch von Eylem"                           

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ankara

 

Ich beobachte Ankara

von Kocatepe aus

 im Tageslicht

 

Ein nebliger

Herbst

Im Herbst

liegen die Blätter

Blatt

für Blatt

auf der Erde

 

Später Spuren

Undeutlich, undeutliche

Schatten

 

Ich beobachte Ankara

von Kocatepe aus:

Nackt sind die Bäume

Ach,

verwelkte Nelken

Nelke

um Nelke

auf der Erde

Von Kocatepe aus

erscheint mir Ankara finster

 

Ich beobachte Ankara

von meinem Fenster aus

Stille

niemands Häuser

In diesen Häusern

Sehnsucht

leidende Herzen

 

Erol Yıldırım

Aus " Tagebuch von Eylem "                                

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                    Die Große Mühe

 

Goldener Zahn

dicker Bauch

Araberhengst

ein dicker Nacken

Stolziere nur, Mann,

stolziere!

 

Der Schuh hat ein Loch

Der Magen ist leer

Keinen Pfennig in der Tasche

Renn' nur, Mensch,

renn!

 

Es gibt kein Halten.

Die große Mühe ist umsonst.

Arbeite, Mensch, arbeite !

 

Der Lohn

der großen Mühe?

Schlimer als das Schlimmste

Kämpf!

Für die Gerechtigkeit,vorwärts!

 

Melonenhut

Federbett

Fliege tragend

Aufschneidend

Pavillon reserviet

hau ab, Mann

hau ab…!

 

Erol Yıldırım

 

 aus " Tagebuch von Eylem " 

www.erolyildirim.org

                     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wege

 

Verzwiegte Wege

Rauch über Rauch

Weder ein Reisender auf den Wegen

noch eine Herberge in den Bergen

 

Unser Leben ziet dahin

in diesem einsamen, endlosen Weltall

 

Bitter ist der Nachgeschmack

Die Armut ist ein Schmerz in uns

Lass' uns losfahren Kutscher...

Glaube nicht, daß alle Wege

im Glück enden!

 

Erol Yldırım

 

 aus "Tagebuch von Eylem"               

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                    Es War Meine Geliebte Die Ich Eben Erschoß

 

Laßt, laßt meinen Kummer

Wühlt nicht in heilenden Wunden

Schaltet das Gramophon aus

Zerschlagt die alte Platte

Schreiend möchte ich fliehen

Bereue das kurze Leben

 

Hört auf, hört auf den Namen

Dieser Frau zu erwähnen

Mein schwerer Schmerz

Soll nicht lindern

Rosten soll im Goldenen Käfig

Meine unheilbare Wunde

 

Laßt, laßt doch den Berg der Liebenden

Laßt bloß Kadıköy aus dem Spiel

Raki sollt ihr mir nachschenken

Meine Hütte Erinnerungen

Verzehre ich als Beigericht zum Rakı

 

Hört auf, hört auf in Gottes Namen

Verurteilt nicht diese zerfallene Liebe

Erzählt nicht, sie hat mich betrogen

Sonst weine ich endlose Tränen

 

Laßt, laßt mir meine frommen

Und sündigen Taten

Der Fluch dieser Hure soll mich treffen

 

Hört auf, hört auf meinen Puls zu fühlen

Meine Wünsche sind hochgekommen

Keine Scham kenne ich mehr

Gleich gröle ich, so laut ich kann

Der Schmerz treibt mich zum Wahnsinn

Des Teufels Eifersucht

Zerfrißt meine Gedanken

Doch ich werde auf ihn hören

Und erschieße sie, meine einzige Geliebte,diese Hure...

                                   

 

 Erol Yıldırım

 

aus " Wellenbewegt der Himmel"                                        

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

Verurteilt

 

Verschneite Wege

Es schneite

Es gab ein Unwetter

Er schleppte seine

engen Schuhe

 

Sein Kragen stand offen

Die Stirn blutverschmiert

von allen Seiten umgaben ihn

Gendarmen

 

Die in Handschellen gelegten Hände

zitterten

 

Wohin? fragte ich…

 

Eisig war seine Stimme

Er war verurteilt

Jahrelange

Folter des Lebens

hatte seinen Rücken gekrümmt

 

Er schleppte im Schnee seine

engen Schuhe

der Schnee umhüllte, umhüllte

seine Zehen

die aus den Löchern herausragten

 

 

Erol Yıldırım

 

aus " Tagebuch von Eylem "      

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr Fortgehen

 

Halt

      Halt

            geh' nicht!

Wohin gehst du

mit deinem Gepfeife

und läßt mich so

allein?

 

Ich bin wie eine Fledermaus

die ihren Weg verloren hat

Schiebe mich nicht wie einen Spielstein

auf dem Boden hin und her

 

In meinem dunklen Leben

bist du das einzige Licht

 

Wenn du nicht wärst

würde ich verrückt

 

Glaubst du, ich könnte leben?

 

Halt

Halt

geh' nicht!

Vergifte mein Leben nicht

 

 

 

Erol Yıldırım

 

aus" Tagebuch von Eylem "                     

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückkehr

 

 Ihre Hände zitterten

 “Kalt,” sagte ich

 Bleich war ihr Gesicht

“Bist du krank?”

 Gebeugt war ihr Rücken

“Du bist alt geworden”

 Große, große Augen

 gefüllt mit Tränen…

 Die blonden Haare verwahrlost

 Sie weinte

“Fünf Jahre ist es jetzt her”

“Wo warst du?”

“Wir sind alt geworden”

“Komm, versöhnen wir uns”

 

 

Erol Yıldırım

 

aus "Tagebuch von Eylem "    

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Unsterblichen

 

Von links

              eins

                     zwei

                            drei

Von der Sonne kommen drei

schwarzbraune Männer.

 

Allen dreien sind die Händen gefesselt

die Herzen gebrandmarkt

 

Von rechts

                 Eins

                        zwei

                              drei

                                     vier

 

von drei Bäumen baumeln

                                         drei

                                               eingefettete

                                               Seile

 

Von der Sonne kommen

diese drei Männer

Wegen der goldenen Haare

der Kronen auf ihren Köpfen

werden sie beschuldigt

 

Eins

       zwei

             drei

an drei Bäumen

drei eingefettete Seile

 

Drei schwarze Stifte

wurden zerbrochen

 

drei goldene Köpfe sind

unsterblich geworden.

 

 

Erol Yıldırım

 

aus " Tagebuch von Eylem "   

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Auswanderer

 

Wen die Sonne aufgeht

hinter dieser Bergwand

und sich im Wasser Zisterne

unseres Dorfes widerspiegelt

werde ich

weit weg sein

 

In einer Hand eine Tasche für die Fremde

                                                             leer…

Bei meiner Rückkehr werde ich sie

mit Liedern der Fremde füllen

 

Du wirst sehen

noch bevor der Tag anbricht

werde ich gehen

weit fort von dir

 

Eines Tages

wird sich in unserem Dorfe

ein Nebel

ausbreiten wird

Der Geruch der Erde

der Geruch des Meeres

werden dir Grüße von mir bringen

 

Große Trauer in meinem Herzen

die Tasche in der Hand

gehe ich

in die Ferne

 

Jahre später

wird in unserem Dorfe

die Legende von den Auswanderern

deren Herzen gebrochen sind

aufhören

 

Eines noch fernliegenden Tages

kehre ich zu dir zurück

die Satteltaschen voller Erinnerungen

aus der Fremde

 

Erol Yıldırım

 

aus " Tagebuch von Eylem " 

www.erolyildirim.org

 

                    Unser Lied

 

In Anatolien bin ich Meer*                                

Wild fließt meine Flut

In der Fabrik bin ich der Arbeiter

Auf dem Anboß bin ich der Schweiß

Auf den Feldern bin ich der Landarbeiter

Mein Rücken beugt sich nicht

 

Sozialist bin ich, groß bin ich

in der Geschichte gibt es keinen Vergleich mit mir

Im Freiheitskampf

bin ich die unerreichbare Sonne

 

Im Osten war ich Bolschewik

Ich habe die russischen Zaren besiegt

In Kuba bin ich Che Guevara

Guerilla bin ich von Beruf

 

Hand in Hand arbeite ich mit meinem Volke

bin Allende in Chile

 

Sozialist bin ich, groß bin ich

In der Geschichte gibt es keinen Vergleich mit mir

Im Freiheitskampf

bin ich die unerreichbare Sonne

 

In Vietnam war ich ein Soldat

In Angola habe ich gekämpft

Scheich Bedrettin wurde ich

Ich habe dem Tod ins Auge geschaut

Ich bin ein militanter Araber

Yasser Arafat, so heiße ich

 

Sozialist bin ich, groß bin ich

In der geschichte gibt es keinen Vergleich mit mir

Im Freiheitskampf

bin ich die unerreichbare Sonne

 

In Rom war ich Spartakus

Die vulkanischen Gebirge sind meine Wohnstatt

Mandela bin ich in süd Afrika

Mein Ziel ist Demokratie

Die Zeit überwinde ich

Mit dem Kapitalismus kämpfe ich

 

Sozialist bin ich, groß bin ich

In der Geschichte gibt es keinen Vergleich mit mir

Im Freiheitskampf

bin ich die unerreichbare Sonne 

 

Erol Yıldırım

 

( Aus " Tagebuch von Eylem “ *Deniz Gezmiş”

 

 

1. Mai

 

Mensch

           auf Mensch

das Wasser fließt

                         das Auge sieht

ach Mutter ach!..

Es durchbochrt mir das Herz

 

Ist des menschen Sohn

                                sehend blind?

 

Füße, Hände

blut, Schlamm

 

wasser,

           wasser,

                      wasser

 

Auf der weißen Stirn

schwarzes Schicksal

                    Nicht einmal die Meere

reinigen

Kein Wind weht

Kein Sturm nimmt

                  die Schuld mit

 

Zehntausende Blutopfer

 

Amboß,

            Hammer,

                         Sichel

Eisenpflug

mühsamer Schweiß

Mühe, Preis der Müh

 

Lehmhäuser,

                   Hütten

Zwiebel, Brot

Sturm

Schnee, Kälte gibt es

Die Füße sind Opanken

zerschundene Hände

In den Herzen

die Hoffnung verloren

                                             

 

Erol Yıldırım, 

aus " Tagebuch von Eylem" 

 

 ( 1. Mai 1977  in Taksim Platz )

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

                     Aasgeier

 

Wie schnell verrinnt die Zeit

auf den Flügeln der Vögel

 

Jetzt, Regentropfen auf der Erde

Wellenbewegt der Himmel

 

Der Wüstendurst der Aasgeier

reicht fürs Leben nicht aus

 

Ob es wohl schwer ist

einen Rosengarten ohne Dornen

                                zu erschaffen?

 

 

Erol Yıldırım

 

aus " Tagebuch von Eylem "            

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Lied Von Drei Helden

 

Eine Sonne ist aufgegangen

um die Finsternis zu entmachten

 

Die Wege wurden erhellt

Diese Wüste hier durch die die Karawanen zogen

war zu einer Oase geworden

 

Die Fledermausäugigen Jäger

hinterließen ihre Spuren

 

Zwischen den Sträuchern

flog ein verletzter Vogel

 

Eine Schlange nährte sich

dem Nest

mit den drei Jungen gefesselten

Mäusebussarden

 

In der Ferne brach ein Geschrei aus

wie ein Vulkan

 

dann

wie mit einem Wiegenlied

eingeschlafen

Stille

 

Unsere Tränen

werden in der Oase

rote Rosen blühen lassen

auch wenn ihr die Sonne

in der schwarzen Erde vergrabt

 

Schwarze Schatten

auf den Hügeln gegenüber

Die Berge haben ihren violetten Schimmer

verloren

 

Auf den Wegen viele Hindernisse

Dem Volk, unserer Mutter die Flügel gebrochen

Sie ist zum Nest zurückgekehrt

Sie breitet ihre Flügel aus

gegen die tiefe Dunkelheit

 

Erol Yıldırım

aus " Tagebuch von Eylem "     

                                                                                       

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

Ich Maschierte, Sie Maschierten

 

 

Sie maschierten

ich maschierte

wie ein dunkeler Nebel.

 

Sie schreien, ich schrei:

wie Blut spuckend.

 

Lang war unser Weg.

Wir maschierten

ich maschierte

 

Die Arme erhoben,

die Fäuste geballt,

mit Abscheu, mit Haß!

 

Sie marschierten

ich marschierte.

 

“Nieder mit…!” sagten sie.

“Hunde” sagte ich.

 

Ich maschierte,

sie maschierten.

 

“Wir werden standhaft bleiben”

sagte ich.

“Bis ihr sterbt, sagten sie.”

 

Sie maschierten

ich maschierte.

 

Wir hielten an.

Sie sprachen

erzählten

wir hörten zu

ich hörte zu.

Beifall, Beifall                                                         

 

Sie setzten sich

ich setzte mich.

 

plötzlich

ohne Grund

mit Gummiknüppeln, Schildern

Schutzhelmen

Bomben

gingen sie auf uns los.                         

 

Wir wehrten uns nicht.

 

Ließen uns

mit Gummiknüppeln schlagen

krochen auf dem Boden

machten uns nichts daraus.

Sie schlungen,

                    schlungen

                                      schlungen.

Wir waren standhaft

                               standhaft

werden standhaft

bleiben…

 

 

Erol Yıldırım

 

aus " Tagebuch von Eylem "                

 

( Gegen den Imperialismus A. B. D. Feb. 1969 )

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tagebuch Eylems

 

 

Vor kurzem

          sagte

          die kleine Eylem:

 

Mutti, warum sind die Ballons

                               nicht frei?

Warum

            bindet man

                              die Drachen

                                                 an Fäden fest?

Im Garten

                hat man

                             Minnos

                                         an die Kette                                                                                                                        gelegt.

Warum

            hat man

                         die Vögel

                                        in Käfige

                                                     gesperrt?

Im Zirkus

                sind die

                             Löwen Sklaven,

sie werden

                  hin und her

                                     gepeitscht.

Wer hat

             diese Grenzen

                                   gezogen…!

Ihnen entlang

                       sind überall

                                          Stacheldrächte

                                          und Minenfelder.

 

 

Türken, Kürden, Albanier, Deutsche

ein Rätsel.

 

Allein

          habe ich

                       sehr viel

                                     darüber nachgedacht,

                                     aber Tagelang keine Lösung

                                     finden können

 

 obwohl

            du mich

                         immer gelobt hast

                                                      und zu mir

                                                                    

                                                   "  meine kluge Tochter " sagtest.

 

Ja Mutti,

             im Fernsehn

                               habe ich sie gesehen,

also, diese

                 schwarzgesichtigen,

                                                hohläugigen Kinder,

                                                deren Bäuche geschwollen

                                                und deren Hände und Füße

                                                groß sind…,

                                             

 

Fliegen

           sitzen auf ihren Gesichtern,

auf ihren Augen

und schwirren hin und her,

                                           stimmt das?

 

Sie, diese Kinder

                          sterben von Hunger,

                                                          eins nach dem anderen

                                                          auf den Straßen…

 

Meine liebe Mutti,

                            ich bitte dich:

                                                  Zwinge mich nicht

                                                  mein Ei aufzuessen…!

 

Lass uns die Hälfte

                              den armen, verhungernden Kindern

                                                                                       schicken.

 

Ich werde auch meinen Vater

                                               bitten und ihm

                                                                        sagen:

Zerschneiden wir

                           alle Fäden der Drachen,

 

                    lassen wir

                alle Ballons

                                  in den blauen Himmel fliegen,

der Himmel

                   soll sich mit Farben füllen,

damit die Kinder

                           der armen Länder

                                                        glücklich werden,

und Freundschaft,

                            Frieden auf die Erde kommen !

Stacheldrähte,

                       Ketten, alle Hindernisse der Freiheit

                       sollen weggeschafft

                       und in großen Kesseln eingeschmolzen werden.

 

                        Von einem Ende

                        bis zum anderen

                                                   sollen alle Grenzen

                                                   zu Rutschbahnen

                                                                               gemacht

und ringsum

                    Kinderspielplätze

                                                errichtet werden!

                         

 

Alle Kinder  der ganzen Welt

                                                   und ich

                                                   wie glücklich wären wir dann,

                                                   wenn du wüßtes!

 

 

 

Erol Yıldırım

 

aus "Tagebuch von Eylem"                        

 

( Zum Jahr des Kindes )

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tot der Mühe

 

In Reihen waren

                          die Arbeiter aufgestellt

Kniehoch

              die Erde mit Schlamm

                                                 bedeckt

In der erhobenen riesigen Hand

hielt der riesige Schmied

einen riesigen

                       Hammer

Die eigene Mühe,

die er auf den Amboß gelegt hatte,

hatte er vergessen.

 

Auf dem Amboß

von Blut von Schweiß

durchtränkt war die Mühe

Sie hatte es eilig

sie mußte verwandelt werden

zu Wasser un Brot

um den Hunger zu besiegen

 

Hammer

               Wasser

                           Hammer

                                         Brot

Auf dem Anboß

                          zuckte

                                      die Mühe

Der Schmied

hämmerte und hämmerte

um seine Mühe

tot zu schlagen

 

 

Erol Yıldırım

 

aus  " Tagebuch von Eylem " 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dein Herr

 

Die Erde ist ausgedörrt

Grabe deine zerschundenen Hände in die Erde

Horche auf das Herz der Erde

 

Die Erde ist Beton

                            Der Bauch ist dick

                            der Nacken feist

Mit tanzendem Gang zu laufen

                                               ist das dein Recht?

 

Tag der Abrechnung komme!

Verbeuge dich vor deinem Herren

Küss ihm die schwieligen, aufgerissenen Hände

                                                      deren Mühsal

du seit Jahrzehnten ausgebeutet hast.

 

Dein Herr

               den du verachtest

               wenn er wollte…

Wenn er den Schweiß seiner Mühe sammeln würde

wenn er den Pflug nähme

wenn er seine schwieligen Fäuste ballte

um sich zu rächen…

Und dich davonjagen würde…!

 

Der Morgen ist gewiß nahe

Tausende

               Zehntausende von uns

               finden nach und nach

               ihre stolze Würde wieder

               wie die aufgehende

               Sonne

 

Unsere Füße sind Opanken

auf der ausgedörrten Erde

Um der Sonne ähnlich zu sein

werden wir ihr entgegenlaufen

                  

                      Erol Yıldırım

                      aus " Tagebuch von Eylem "  

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

                  İ n Çanakkale Verwundet Mich

 

Draußen, vor dem glasüberdachten Bazar,

“Aynal Çarşı,”

saß er mit serbrochenem Spiegel

an seinem Schuhputzkasten

                                             noch fast im Kindesalter

Das Rot

             der Schuhcreme

                                       war in sein Herz

                                        eingedrungen

Zuerst verliebte er sich

in irgendeine Holde aus dem Bazar

Schöner noch als ein Schwan

soll sie gewesen sein

                   

                     Fremd war

                   die Stadt Çanakkale

                                                  für den Schuhputzer

                                                  Sie

                                                  hielt den Jungen

                                                  fest umfangen

Das Schwarze der Farbe

die Qual der Liebe

hatten seine Tage verdunkelt

                    Ohne die Hand

der geliebten

halten zu können

befiel ihn die Schwindsucht

                    Sich zu befreien

                          zappelnd

                                      zappelnd

Ein Vogel mit gebrochenen Flügeln

                                                      zappelt im Sumpf

Kalt sind die Nächte

                               in der Fremde

Des Schuhputzers

                            Bett ist aus Beton

                            seine Decke ist der Wind                                     

                    Straßen aus Beton

                             was ist schon die Erde!

Der Beton trinkt Menschen

statt Wasser

 

Fünfzehn Jahre

jung

       so jung

Sein Kopf ist erhoben

sein Herz voller Kummer und Leid

                    Wozu einem solch verwundeten Herzen

noch schwarze Salbe geben?

             

Erol Yldırım

                    aus " Tagebuch von Eylem "

  

www.erolyildirim.org

 

 

 

           Das Beispiel der Heuschrecke

 

Am Abend bei der weißen Lilie

Heute beim fallenden Blatte

Mit dem fortziehenden Vogel

gehen meine Hoffnungen verloren

 

Hat der Schnie die Straßen verdeckt?

Was ist das für eine Kälte zwischen uns?

Dieses dunkle Gefühl in mir

hat unsere Liebe noch in ihrem Frühling

                                           enden lassen

 

Man sagt doch, die Heuschrecke

springt einmal, springt zweimal

Wir haben nicht einmal das vollbracht

Wir sind in der Fremde verloren

 

Was sollen diese Ringe, Ketten?

Bleibe an meiner Seite!

Wiedersetzen wir uns unserem Schicksal

Lassen wir die Heuschrecke dreimal springen!

 

Erol Yıldırım

 

aus " Tagebuch von Eylem "

 

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einpaar Worte Habe Ich, Onkel Hans zu Sagen

 

heda großer Onkel

heda

alter unbändiger Teufel

hast unserem Brot dein Gift

hast unheilbare Plagen beigemischt

nun einmal auf unseren

                                    Hals geladen

du verdammter Kerl

haben wir deinem Pferd etwa                    

                    Riemen angelegt

deine Hennen erschreckt

oder

ein Auge auf dein Frau geworfen

solche Ränkeschmiedend

ließest du uns entbehren

unsere Menschen,unsere Bruder

 

laß uns los

bleib nicht wie eine Klette an uns

                                         hängen

der du uns seit Jahren von unserer

                     Heimat getrennt hast

heda große Hans

he

nichts zu sagen

gegen die Tyrannei von dir

so eine Krankheit

die dein altes Herz verfault hat

ist nur dem Feind

zu wünschen

 

heda große Erde

he du

vorne waren wir im Krieg

Brüder auf den Äckern

Genossen in Fabriken

                    die Fremde hast du uns zur Herrn gemacht

die Freunde zu Fremden

hast uns nach Deutschland verbannt

umgeben mit flammender Trennung

                                

heda verfluchter Onkel

he du

hast mir die Ehre gennomen

meine Liebste auf den Markt gebracht

hast meine Sitten, meine Arbeit

dir zum Sklaven gemacht

die Ausbeutung dir zum Charakter

ich sollte vielleicht meinen Zorn

                             aufsammeln

und ihn zu den Kugeln der Mauser machen…                                                                                                            

Erol Yıldırımm  

aus " den Frieden Umarmen "

 

 

                   Der Genosse

 

Er war ein Genosse

er fiel zu Boden,

den Hall hörte die Welt.

 

Auf der rechten seite eine Kugel,

seine Stirn, sein Bauch bedeckt

mit dem Schaume von Blut.

Die Sonne war die Heimat

dieses gefallenen Bruders.

 

Er schrie,

bevor er vor die Mauer fiel.

Die Galgen wanken, in den Gefängnissen

kommt die Morgendämmerung.

Das Eisen wird geschmiedet

Geopfert für den Frieden

wird unser Blut nicht

auf dem Boden bleiben.

 

 

Erol Yıldırım

 

aus " den Frieden Umarmen "

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                    Die Bourgeoisie fordert uns zum Kampf heraus.

                                                    Wir nehmen die Herausforderung an.

                                                                                                          Kemal Türkler                                                                                                                              

 

Herausforderung zum Kampf

 

Ein Riesenplatz

rot wurde das Meer.

Arbeitskittel

rot wurde der Himmel,

                                   bewölkt.

Scharf ist das Leben

der Tod geht um

                         zwischen uns

Hoch kommt der Zorn.

Auf Kundgebungen

ist der Krieg zu spüren.

Es tropft, ja strömt beinahe

der zornige Schweiß

 

Der Mann, eine rote Fackel

läuft ganz vorne mit

für eine sonnige Welt.

 

Ein Riesenplatz

zehntausende Menschen

sind erzürnt bis zum Äußersten.

Die schwieligen Hände zu Hämmern geballt.

Die Augen der Arbeiter strahlend.

Der Tag ist nicht mehr weit,

wo diese Riesenplätze nicht mehr groß genug

für unsere Ausdauer sind.

 

 

Erol YIldırım

 

aus " den Frieden Umarmen "

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

" Der Verstand

 

Man sagt

der Verstand sei

erhabener als die Berge

es wurde

kein Zeitpunkt festgesetzt

umsich aufzumahcen

 

Nebel auf der Bergspitze

im nebligen Wetter

geht der Wolf auf die Jagd

 

Wozu denn die Sorge

noch wurde der Verstand

                    nicht besiegt

und noch ist der Kampf

nicht zu Ende gegangen

 

 

 

Erol y›ld›r›m

 

aus " den Frieden Umarmen

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die Klatschrose

und Der Honig

 

wissen wir alle

daß die Klatschrose

rot ist

und daß

das Leben

unverzichtbar

der Honig ist

 

 

Erol Yıldırım

 

 

aus " den Frieden Umarmen "

www.erolyildirim.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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